Wer kann seinen schlechten Geschmack schon zugeben? Sogar vor uns selbst tun wir alles, dieses Problemes nur nicht bewusst zu werden. Dagegen stemmt sich eine Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe »Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks«.

Ob nur hässlich und kitschig oder gar rüde verarbeitet bis unbrauchbar - die Initiatoren der Sammlung haben fleißig die Dinge des schlechten Geschmacks in ihren Räumen zusammengetragen. Ausgangspunkt ist ein »Schreckenskabinett« von Gustav Pazaurek, einem Kunsthistoriker, der schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein Manifest mit dem Titel »Geschmacksverirrungen« veröffentlichte.