Dienstag, 24.01.2006
23.00-23.45 Uhr, rbb fernsehen
Die Nacht der offenen Türen
Ein Berliner Museumsmarathon

Zweimal im Jahr öffnen Berlins Museen und Galerien eine Nacht lang ihre Pforten und laden zu nächtlichen Streifzügen durch ihre Ausstellungen, Sammlungen und Installationen ein. Hunderttausende, die von Kunst und Kultur auch zu nachtschlafender Zeit nicht genug kriegen können, begeben sich auf eine Abenteuerreise durch die unterschiedlichsten Kunstorte. Denn zum Ausruhen und Schlafen ist diese Nacht viel zu schade. Seit sieben Jahren veranstalten Berliner Museumsleute diese 'Langen Nächte' und jedesmal sind sie ein Riesenerfolg. Inzwischen wurden sie von über 100 anderen deutschen Städten kopiert, und auch in Paris, Amsterdam und Prag lässt sich Ähnliches entdecken. Was ist also dran an der Nacht? Worin liegt die Faszination, nachts im Gedränge etwas zu tun, was man auch tagsüber in Ruhe tun könnte? In dieser 'Nacht der Offenen Türen' erleben die Studenten Jule, Olga und Lukas, der Maler Norbert Bisky, der Fotograf Elmar Schwarze und die Kunstkritikerin Claudia Dichter die Faszination, nachts im Museum zu sein. Von den beeindruckenden, Jahrtausende alten Monumenten im Pergamonmuseum bis zu den Fotos Helmut Newtons im neuen Museum für Fotografie, von Partystimmung beim Gypsykonzert auf der Museumsinsel bis zur Stille der fast leeren Gemäldegalerie. In dieser Nacht erleben die schlaflosen Museumsfans Neues und schon Bekanntes wie in einem atemlosen Kunstrausch. Von Museum zu Museum, von Galerie zu Galerie. Ein Kunstmarathon, der vor allem durch seine Besucher und die nächtliche Stimmung zu einem einzigartigen Erlebnis wird.

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Zweimal im Jahr öffnen Berlins Museen eine Nacht lang ihre Pforten und laden zu nächtlichen Streifzügen durch Ausstellungen und Sammlungen. Besucherströme vor dem Pergamonmuseum: Mit knapp einer Million Besucher im Jahr ist das Haus die Attraktion der Museumsinsel.