Dienstag, 28.03.2006      
02.35-04.30 Uhr, NDR
Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft
(Lust For Life)
Spielfilm, USA 1956
 
Der junge Pfarrerssohn Vincent van Gogh gehört zu jenen Menschen, die sich aufgerufen fühlen, das Leid und Elend in der Welt lindern zu helfen. Im Predigerseminar hält man ihn allerdings für einen hoffnungslosen Fall, denn er ist einfach nicht in der Lage, frei zu sprechen. So schickt man ihn in die Borinage. Dort beweist der junge Prediger, wie ernst er die christliche Botschaft nimmt - bis er körperlich zusammenbricht. Van Gogh kehrt zurück ins Elternhaus. Dort festigt sich in ihm die Überzeugung, dass er als Maler mehr zu sagen haben könnte als im geistlichen Beruf. Er malt die Bauern seiner Heimat, und sein Vetter Anton Mauve in Den Haag ermutigt ihn, sich künstlerisch weiterzubilden.

Unterstützt wird er von seinem Bruder Theo, dem Vincent schließlich nach Paris folgt, wo er die französischen Impressionisten kennen lernt. Paul Gauguin wird sein Freund. Dann bricht van Gogh nach Arles auf, dort erlebt er einen wahren Schaffensrausch. Alle Zweifel an seiner Begabung sind wie weggeblasen, mit jedem Tag gewinnt er mehr Selbstvertrauen. Gauguin kommt zu ihm, zusammen malen die beiden in der Landschaft von Arles. Bald treten jedoch wachsende Spannungen zwischen ihnen auf. Es trifft Vincent besonders, als Gauguin ihm vorhält, er lebe auf Kosten seines Bruders. In einem ersten Anfall von Geistesverwirrung schneidet van Gogh sich ein Ohr ab. Aus Furcht vor einem neuerlichen Anfall begibt sich der Maler in eine Heilanstalt. Todesahnungen bedrängen ihn und finden Niederschlag in den Bildern, die dort entstehen.

Nach seiner Entlassung besucht Vincent noch einmal seinen Bruder Theo und dessen junge Frau. Als neue Krisen auftreten, gibt Theo ihn in die Pflege Dr. Gachets. Der kunstsinnige Arzt hat viel Verständnis für den leidenden Maler, aber auch er kann nicht verhindern, dass van Gogh schließlich Hand an sich legt.