Samstag, 25.02.2006
22.45-23.40 Uhr, 3sat
Bilderstreit
Show/Talkshow

 

- Fernando Botero (11.11.2005 - 17.4.2006, Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall)
- Lucas Cranach (13.11.2005 - 12.3.2006, Kunstsammlungen Chemnitz)
- James Ensor (17.12.2005 - 19.3.2006, Schirn Kunsthalle Frankfurt)
- Thomas Rentmeister (5.2.2005 - 23.4.2006, Museum am Ostwall, Dortmund)

Fernando Botero ist mit seinen Bildern und Skulpturen von dicken Figuren der populärste Künstler Lateinamerikas. Aufsehen erregte er, als er im vergangenen Jahr seiner Empörung über die Folter der US-Soldaten im irakischen Gefängnis Abu Ghraib in einem Bildzyklus Ausdruck verlieh. In der 50. Ausgabe des 'Bilderstreit' diskutieren Bazon Brock, Ursula Bode, Carla Schulz-Hoffmann und Jean-Christophe Ammann unter anderem über diesen Zyklus, der in der Ausstellung der Werke Fernando Boteros bis zum 17. April 2006 in der Kunsthalle Würth/Schwäbisch Hall erstmals in Deutschland zu sehen ist. Die Ausstellung der Werke des 1932 geborenen Botero umfasst 150 Bilder und Zeichnungen.
Neben der Botero-Ausstellung stehen aktuelle Ausstellungen der Künstler Lucas Cranach des Älteren und des Jüngeren in den Kunstsammlungen Chemnitz, James Ensor in der Schirn Kunsthalle Frankfurt und Thomas Rentmeister, dessen Werke im Museum am Ostwall/Dortmund gezeigt werden, zur Diskussion.
Die Chemnitzer Ausstellung, die noch bis zum 12. März 2006 zu sehen ist, ist eine der größten Cranach-Präsentationen. Sie zeigt 77 Werke von Lucas Cranach dem Älteren (1473-1553) und Lucas Cranach dem Jüngeren (1515-1586). Die Cranachs gelten als eine der bedeutendsten Malerfamilien der Renaissance. Sie unterhielten eine umfangreiche Werkstatt. Malerei war nur eine von vielen Einnahmequellen. So verlegte Cranach d.Ä. auch eine Bibel von Martin Luther, mit dem er befreundet war.
James Ensor (1860-1949) gilt als der belgische Meister der Moderne. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt zeigt bis zum 19. März 2006 eine Retrospektive der Werke des 1860 in Ostende geborenen Künstlers. Anfänglich litt der 'Maler der Masken', wie er sich selbst einmal bezeichnete, unter mangelnder Anerkennung. Er erfuhr aber dann noch Ruhm und Ehre zu Lebzeiten. So wurde er 1930 in den Adelsstand erhoben. Sein Werk bietet umfangreiche Interpretationsmöglichkeiten.
'Die Löcher der Dinge' heißt die Ausstellung von Thomas Rentmeister, die bis zum 23. April 2006 im Museum am Ostwall/ Dortmund zu sehen ist. Die Skulpturen des 1964 geborenen Rentmeister zeigen strenge geometrische Formen, die durch die Kombination mit alltäglichem Material gebrochen werden. Rentmeister selber bezeichnet seine Skulpturen, die unter anderem aus Schokolade und Polyester gefertigt sind, als 'Minimal Pop'.

>> Wiederholungen:
> 25.02., 05.20 Uhr, 3sat
> 01.03., 13.15 Uhr, 3sat