Samstag, 29.10.2005
arte, 14:45 - 15:15 Uhr
Künstler hautnah
Mario Botta
Magazin/Infomagazin, Frankreich 2005

Mario Botta, 1943 im schweizerischen Mendrisio (Tessin) geboren, studierte Architektur an der Universität Venedig. Während des Studiums arbeitete er für die Architekturbüros von Le Corbusier und Louis Kahn; davor war er bereits als technischer Zeichner tätig. 1970 eröffnete er schließlich sein eigenes Büro in Lugano - eine berufliche Karriere begann, die ihm die renommiertesten Preise einbringen sollte. Er realisierte zahlreiche Projekte in seiner Heimat, der Schweiz, aber auch im Ausland. Alle seine Projekte - vom Uhrendesign über Einfamilienhäuser im Tessin bis zu großen Museen (MOMA San Francisco) - sind von einem Anliegen geprägt: dem Bestreben, Geometrie, Ordnung und Funktionalität mit Fantasie, Symbolik und Poesie zu verbinden. Philip Jodidio, Verfasser mehrerer Architekturbücher, sagte über den Architekten: 'Obwohl er sich auf eine relativ begrenzte Palette von geometrischen Formen und auf wenige Baumaterialien beschränkt, gelingt es ihm, eine Vielzahl von wichtigen und bemerkenswerten Bauten zu realisieren. Seine Kunst ist sowohl in der Stadt als auch in den Schweizer Bergen sehr präsent.' Mario Botta selbst im Gespräch mit Philip Jodidio, Lugano, 16. August 1998: 'Ich bin der Auffassung, dass sich Architektur von Natur unterscheiden muss. Die Grundformen und die Geometrie helfen mir, den Unterschied zwischen Vernunft, Poesie von Bauten und Natur deutlich zu machen.' Zu den wichtigsten Werken des Architekten gehören die Einfamilienhäuser im Tessin (1971 - 1973: Riva San Vitale, 1982 - 1983: Morbio, 1989 - 1992: Daro-Bellinzona) sowie verschiedene öffentliche Gebäude, zum Beispiel die Gotthard-Bank in Lugano (1982 - 1988), die Kunstgalerie Watari-um in Tokio (1985 - 1990), die Cathédrale de la Réssurection in Evry in Frankreich (1988 - 1995) und das Museum für moderne Kunst in San Francisco (1989 - 1995).


>> Für 'Künstler hautnah' beobachtet die Kamera Grafiker, Mode- und andere Designer, Architekten, Fotografen und Maler während ihres Schaffens. Ob in Rom, Paris, Madrid oder Rotterdam - sie werden überall dort gezeigt, wo sie arbeiten oder Anregungen suchen.