Sonntag, 25.12.2005
19.15 – 20.00 Uhr, 3sat
Galerie der Meister:
Henri Matisse
Das Licht des Mittelmeers

Als der aus Nordfrankreich stammende Künstler Henri Matisse (1869 - 1954) erstmals die südfranzösische Mittelmeerküste besucht, entdeckt er dort das Licht und die Farben, die sein weiteres Schaffen prägen sollten. Die orangefarbenen und gelb leuchtenden Häuser von Collioure, das intensive Blau des Meeres, das kräftige Grün der Vegetation - mit kühnem Pinselstrich und ungebändigter Farbigkeit entstehen jene Bilder, die Matisse zum Oberhaupt der 'Fauves', der 'Wilden', machen. Radikal bricht er mit der Tradition, befreit sich von akademischen Zwängen. Anderes entdeckt Matisse bei seinen Aufenthalten in Tanger: die schlichte, schmucklose Architektur der Kasbah. Er beginnt, seine Formen zu vereinfachen, auf überflüssige Details zu verzichten, der Farbe absoluten Vorrang zu geben. Ab 1917 wird schließlich Nizza seine Heimat.

Evelyn Schels beschreibt die Orte, die Matisse inspirierten: den am Fuße der Pyrenäen gelegenen Küstenort Collioure, die marokkanische Hafenstadt Tanger und Nizza, die Stadt der Côte d'Azur. Der Film spürt die Atmosphäre der jeweiligen Orte auf und verwebt sie mit der Biografie und dem künstlerischen Schaffen von Henri Matisse.

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Les Toits des Collioure, 1905.