News und Meldungen

Wie die Universität Mannheim meldet, startet die Area Accounting & Taxation an der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre der Universität Mannheim eine Ausstellungsreihe in ihrer Bereichsbibliothek - der britische Fotokünstler Ian Collins macht den Auftakt.
Kunst versus Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung - nur auf den ersten Blick ist das ein Gegensatz. Denn wo sich in Mannheim Studierende und Doktoranden in Gesetzestexte und Jahresabschlüsse vertiefen, sorgen seit geraumer Zeit Fotoarbeiten von Ian Collins für Belebung und Inspiration. Der 33-jährige Brite mit Wohnsitz am Bodensee macht den Auftakt einer Ausstellungsreihe, innerhalb derer in Zukunft noch weitere Nachwuchskünstler die Möglichkeit erhalten sollen, in der Bibliothek der Area Accounting & Taxation an der BWL-Fakultät der Universität Mannheim ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Noch bis März sind die Fotoarbeiten Collins' dort zu sehen.

Wie die Fachhochschule Esslingen - Hochschule für Technik meldet, trennt siw sich von einem einzigartigen Projekt. Die Amme_5, ein Kunst- und Mechatronikprojekt, an der mehr als 100 Studierende der Fakultät Mechatronik und Elektrotechnik in den letzten 3 1/2 Jahren gearbeitet hatten, war von September 2005 in der Kunsthalle Göppingen zu sehen und zu erleben. Nun zieht die Amme_5 in das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM).
Die Kunsthalle Göppingen feiert den Abschied von einem grandiosen Kunstwerk: Am Sonntag, den 12. Februar 2006 ist Die Amme_5 des Berliner Künstlers Peter Dittmer zum letzten Mal in der Kunsthalle Göppingen zu erleben.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg meldet: Karola Grässlin wird die neue Leiterin der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Dies gab Ministerpräsident Günther H. Oettinger gemeinsam mit dem Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Prof. Dr. Peter Frankenberg, und Kunst-staatssekretär Michael Sieber (MdL) am 10. Februar in Stuttgart bekannt. Karola Grässlin, die derzeitige Direktorin des Kunstvereins Braunschweig, wird ihr neues Amt Mitte des Jahres 2006 übernehmen. Sie wird Nachfolgerin von Prof. Dr. Matthias Winzen, der am 1. November 2005 eine Professur an der Hochschule für Bildende Kunst in Saarbrücken angenommen hat. Ministerpräsident Günther H. Oettinger beabsichtigt, Karola Grässlin im März in einer Pressekonferenz in Ba-den-Baden der Öffentlichkeit vorzustellen.

 

Das Institut für Kunstgeschichte am Fachbereich Kunst- Orient- und Altertumswissenschaften der Martin-Luther-Universität veranstaltet am 3. Februar 2006 - anlässlich des 65. Geburtstages von Prof. Dr. Heinrich Dilly - eine Tagung unter dem Motto "Bild - Medien - Kunstgeschichte" mit hochkarätigen Wissenschaftlern aus Deutschland und der Schweiz.

Die Karl-Franzens-Universität Graz ist Mitveranstalter einer Ausstellung in einem der bedeutendsten Museen der Welt. Von 2. Februar bis 7. Mai 2006 wird in der Grafiksammlung der Uffizien in Florenz die "Raccolta Geymüller" zu sehen sein - eine Sammlung von Architekturzeichnungen, vorwiegend aus dem 16. Jahrhundert, die sich einst im Besitz des Architekturhistorikers Heinrich von Geymüller (1839 - 1909) befand. Der einzige Wissenschafter weltweit, der sich bisher eingehend mit der Gesamtheit der gezeigten Exponate befasst hat, ist Ao.Univ.-Prof. Dr. Josef Ploder vom Institut für Kunstgeschichte der Uni Graz. Die Uffizien beauftragten ihn mit der wissenschaftlichen Leitung der Ausstellung.

 

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Heinrich von Geymüller (Foto: Universität Graz)

Professor Jörn Merkert, Direktor der Berlinischen Galerie, machte bei der Eröffnung der Ausstellung "Christine Perthen und Schüler" in der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bekannt, dass eine Christine-Perthen-Stiftung errichtet werde. Diese Stiftung soll alle fünf Jahre einen Preis für Radierung vergeben. In der Berlinischen Galerie liegt der gesamte künstlerische Nachlass der 2004 verstorbenen Künstlerin und Professorin der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
Die Berliner Grafikerin, Zeichnerin und Professorin der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Christine Perthen hat der Berlinischen Galerie nicht nur ihren gesamten künstlerischen Nachlass, sondern auch eine Summe Geld hinterlassen, mit dem nun eine Stiftung begründet wird. Alle fünf Jahre soll diese Stiftung den "Christine-Perthen-Preis" für Radierung vergeben. Dies berichtete Professor Jörn Merkert, Direktor der Berlinischen Galerie, bei der Eröffnung der Ausstellung "Christine Perthen und Schüler" in der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Merkert würdigte die Künstlerin als "Meisterin der Radierkunst" und "große Zeichnerin". Christine Perthen war am 30. Dezember 2004 mit 56 Jahren verstorben.

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Christine Perthen: Hommage à Camille Claudel, 1990

Wie die Hochschule Zittau/Görlitz (FH) meldet, ist nach jahrelangen Studien die Entwicklung eines großartigen Kunstwerkes in der Abschlussphase angekommen. In einer einmaligen Kooperation zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz, der Zittauer Kupferschmiede und dem international renommierten Künstlerpaar Ben Jakober und Yannick Vu verschmelzen Wissenschaft, Handwerk und Kunst auf hoher Ebene. Die Bildhauer, auf Mallorca bei Alcudia in einem traumhaften Atelier und Privatmuseum zu Hause, baten den Gaudí-Forscher Professor Jos Tomlow (Hochschule Zittau/Görlitz) vom Konzept bis zur Verwirklichung bei der Umsetzung neuartiger Lichtideen in ein konkretes Kunstwerk, gewidmet dem Hängemodell von Antoni Gaudí, mitzuwirken.

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In der Werkstatt der Kupferschmiede beim Beginn der Fertigung von links: Steffen Kratzer, Michael Neumann, Prof. Jos Tomlow [Foto: J. Freudenberg, Hochschule Zittau/Görlitz]



Ein Malerei- und Fotoprojekt obdachloser Mädchen und Frauen
19. Januar bis 20. Februar 2006
Fachhochschule Düsseldorf, Fachbibliothek Sozialwesen,
Gebäude 24.21, Raum 01.20, 1. Etage
Universitätsstraße, 40225 Düsseldorf

[Pressestelle der Fachhochschule Düsseldorf] Ungewohnt mögen dem Beobachter scheinbar gewohnt-vertraute Perspektiven auf die Straße erscheinen, wenn er die zahlreichen Bilder und Fotos betrachtet, die in dem Projekt 'Blickpunkt Straße - anders sehen, anders sein?' von obdachlosen Frauen und Mädchen entstanden sind. Initiiert und organisiert wurde die Veranstaltung von der Diakonie Düsseldorf mit ihrer Einrichtung TrebeCafé und dem Verein für Frauenkommuni­kation kom!ma. Die Ergebnisse werden in einer Wanderausstellung in der Fachbibliothek für Sozialwesen vom 19. Januar bis zum 20. Februar 2006 zu sehen sein.
Zur Ausstellungseröffnung am 19. Januar um 12.30 Uhr wird herzlich eingeladen. Nach einem Grußwort des Rektors, Prof. Dr. Hans-Joachim Krause, sowie des Hochschul­bibliotheks­­direktors, Michael Uwe Möbius, wird Walter Scheffler, Dozent für Didaktik/Methodik der Sozialpädagogik insbesondere für Armutsbekämpfung und Wohnungslosenhilfe im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften und Vorsitzender des Grenzenlos e.V. Einblicke in die Situation obdachloser Menschen in Düsseldorf geben. Danach wird Marita Wenzel, Vorsitzende des TrebeCafés, in die Ausstellung einführen.

 

Der HAWK-Fachbereich Konservierung und Restaurierung ist Mitveranstalter des internationalen Sympsoiums "Materiality" im tschechischen Brünn. Anlass für das Symposium sind die jüngsten Untersuchungen an der Villa Tugendhat (Mies van der Rohe) in Bünn.
Der Hildesheimer Fachbereich Konservierung und Restaurierung der HAWK ist Mitveranstalter eines großen Internationalen Symposiums, dessen Ziel es ist, alle weltweit verfügbaren Erkenntnisse über die an den Bauten der Klassischen Moderne verwendeten Materialien und Techniken zusammenzutragen.  Das Symposium "Materiality - Materialität der Oberflächen der Architektur der klassischen Moderne: Bedeutung - Kenntnis - Erhaltung" findet im April dieses Jahres im tschechischen Brünn statt. Koordinator aus Hildesheim ist dabei Prof. Dr. Ivo Hammer. Restauratoren, Denkmalpfleger, Architekten, Kunsthistoriker und Naturwissenschaftler aus sieben verschiedenen Ländern werden mit den Teilnehmern neue Befunde diskutieren und die Wege für Erhaltung und Pflege aufweisen. Mit dieser Themenstellung bringt das Symposium weltweit zum ersten Mal die originalen Oberflächen der Architektur wie auch des Interieurs (insbesondere Holz, Linoleum, Metall, Glas) in den Blickpunkt der Wissenschaft.

>> Anlass für das Symposium

Die jüngst durchgeführten restauratorischen Untersuchungen an der Villa Tugendhat in Brünn. Dieser Bau, 1928-1930 von Mies van der Rohe geplant und gebaut, zählt zu den wichtigsten Bauten der europäischen Moderne. 2001 nahm die UNESCO den Bau in die Liste des Welterbes auf. Die Teilnehmer erhalten die Gelegenheit, jüngst entdeckte Befunde von originaler Oberfläche an der Villa Tugendhat und anderer Brünner Bauten der Klassischen Moderne zu besichtigen.
Um möglichst viele Interessierte an dieser Diskussion teilnehmen zu lassen, werden ab Anfang April unter http://www.hornemann-institut.de/ die Zusammenfassungen publiziert und ein Diskussuionsforum eingerichtet, dessen Zusammenschau ein Moderator in die Konferenz einbringen wird. [idw]

 

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und VolkswagenStiftung laden ein zum Diskurs über "Das Bild in der Gesellschaft. Neue Formen des Bildgebrauchs" vom 20. bis 22. Januar 2006
Die Erfindung der Fotografie in der Mitte des 19. Jahrhunderts markiert nach Meinung vieler Experten das Ende der Geschichte des Bildes als von menschlicher Hand gestaltetes Kunstwerk. Das Tor wurde aufgestoßen zum Universum der technischen Bilder, das inzwischen längst alle Lebensbereiche übergreift: Wir sehen das Ultraschallbild des ungeborenen Kindes, sind den Aufzeichnungen der Überwachungskameras in der U-Bahn ausgesetzt und verfolgen im Fernsehen, wie Raketen exakt ins Ziel treffen, weil Satellitenaufnahmen jeden Quadratzentimeter der Erdoberfläche erfassen. So gegenwärtig uns diese technisch erzeugten und verbreiteten Bilder sind - meist auch in ihrer neuen Bedeutung und ihrem immensen Einfluss -, so wenig haben wir bislang systematisch ihre Wirkungen erforscht. In einem multidisziplinär besetzten Symposium sollen nun Ansätze einer neuen Bildwissenschaft diskutiert und angewandt werden. Teilnehmer aus Wissenschaft und Kultur wollen den Wandel und das Wirken des Bildes in der Gesellschaft analysieren und dabei auch kulturphilosophische und sozialtheoretische Aspekte erörtern. (idw)

(Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Das Thema "Kunstgeschichte im Nationalsozialismus" wurde von der Forschung lange Zeit vernachlässigt. Ein DFG-Projekt, an dem deutschlandweit fünf Institute beteiligt sind, will diese Lücke schließen helfen. Als erstes Ergebnis haben die Wissenschaftler - darunter auch Kunsthistoriker der Universität Bonn - nun eine online zugängliche Datenbank (http://www.welib.de/gkns) vorgestellt. Momentan lassen sich dort rund 1.000 Dokumentsätze zur deutschen Kunstgeschichte zwischen 1930 und 1950 recherchieren - von Briefwechseln und Postkarten über Fotos bis hin zu Beurteilungen von Künstlern und Dozenten oder Vermerken in Personalakten.

Wie die Universität Kiel meldet, lädt das Arye Maimon-Institut für Geschichte der Juden bereits zum 8. Mal zum traditionellen Arye Maimon-Vortrag ein. In diesem Jahr referiert die an der Ben Gurion University of the Negev in Beer Sheva lehrende Kunsthistorikerin Prof. Dr. Katrin Kogman-Appel über "Hebräische Buchkunst und jüdisches Leben im Mittelalter". Der Vortrag findet am Mittwoch, dem 23. November 2005, um 18 Uhr c.t. im Hörsaal 10 (E-Gebäude) der Universität Trier statt.

 

Kann eine analytische Rede ästhetischer Genuss sein? Welche Sprachstile, rhetorischen Konventionen und Stereotypen werden in der wissenschaftlichen Analyse, in Essays, Katalogen, Feuilletons und Rezensionen eingesetzt, um Erfahrungen mit Kunst zu formulieren? Wie unterscheidet sich die wissenschaftliche von der journalistische Rede über Musik, Bildende Kunst, Literatur, Film und Theater? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich die Jahrestagung des Sonderforschungsbereiches "Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste" der Freien Universität Berlin, die vom 4. bis zum 6. November 2005 stattfindet. Wir laden Vertreter der Medien herzlich zu dieser Tagung ein.

Sprache vermittelt ästhetische Erfahrungen. Sie dient als Transportmittel, um das, was wir über Kunst denken und fühlen, zu artikulieren und zu dokumentieren. Gleichzeitig ist aber auch der Akt des Sprechens eine ästhetische Erfahrung, und Sprache selbst ist Ästhetik.

Wie die Justus-Liebig-Universität Gießen meldet, findet zum zehnten Mal, vom 7. Oktober bis zum 13. November 2005, im Rahmen des Projekts "Kunstgeschichte und zeitgenössische Kunst" eine Ausstellung in der Kunsthalle Gießen (Berliner Platz, 35390 Gießen) statt. In diesem Jahr sind Werke von Ian Anüll in Gießen zu sehen. Die Ausstellungseröffnung findet am 6. Oktober 2005 um 19 Uhr statt.

Der unter dem Pseudonym Ian Anüll arbeitende Schweizer Künstler wurde 1948 in Sempach bei Luzern geboren. Sein Interesse gilt den Fundstücken der Welt des Konsums, der Massenmedien, einer Welt der Zeichen und Signets, aber auch der Natur, die von Anüll in neue Kontexte gesetzt werden. Ian Anüll arbeitet mit den unterschiedlichsten Medien, wie Malerei, Zeichnung, Fotografie, Film und Performance. Zur Zeit lebt und arbeitet er in Berlin. Über seine biografischen und künstlerischen Stationen gibt Ian Anüll kaum Auskunft. Am Sonntag, den 6. November 2005 ist um 11 Uhr ein Gespräch mit dem Künstler in der Kunsthalle Gießen geplant.

Zusätzlich zu der Ausstellung in der Kunsthalle werden auch im Neuen Kunstverein Gießen (Ecke Licher Straße/Nahrungsberg) in der Zeit vom 6. November 2005 bis zum 14. Januar 2006 Werke von Ian Anüll zu sehen sein. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 5. November 2005 um 16 Uhr im Kunstverein, findet gegen 20 Uhr ein Konzert in der Kunsthalle und im Anschluss ein Event mit Musik von Ian Anüll im "Domizil" statt.

Er zählte bis zum Jubiläumsjahr 2003 zu den ungehobenen Schätzen der Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts: Der Nachlass des Schriftstellers und Kunsttheoretikers Wilhelm Heinse in der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Zu Heinses 200. Todestag erschienen seine Aufzeichnungen in zwei Textbänden, die in Presse und Fachwelt für Aufsehen sorgten. Nun liegen ab dem 24. September 2005 drei Kommentarbände (im Carl Hanser Verlag) zu diesem wichtigen Manuskript der europäischen Klassik vor. Die Gerda Henkel Stiftung, Düsseldorf, unterstützte das umfangreiche Projekt während der gesamten Bearbeitungsdauer von fünf Jahren mit Fördermitteln in Höhe von 700.000 Euro.

Der Heidelberger Kunsthistoriker und Ostasien-Experte Prof. Dr. Lothar Ledderose erhält Balzan-Preis 2005 ausgezeichnet. Der Preis wird vergeben von der Internationalen Balzan Stiftung und ist mit einer Million Schweizer Franken (650 000 Euro) dotiert. Einer der ersten Gratulanten: der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Peter Hommelhoff. "Die herausragenden Arbeiten von Professor Ledderose zur Geschichte der chinesischen und japanischen Kunst haben erneut eine internationale Würdigung höchster Güte erhalten", so Hommelhoff. Diese Ehrung und Anerkennung werfe auch "Glanz auf die Universität Heidelberg, zu deren Profil unabdingbar die Geisteswissenschaften in ihrer ganzen Vielfalt zählen". Vor wenigen Jahren, so erinnert Hommelhoff, sei glücklicherweise eine Abwanderung Ledderoses nach Princeton in die USA verhindert worden - durch den Einsatz der Ruprecht-Karls-Universität Einsatz für den Professor...

Wie die Universität Marburg meldet, ist ein bis dato unbekanntes Foto von Paul Cézanne im Bildarchiv Foto Marburg, welches rund 1,5 Millionen Aufnahmen umfasst, aufgefunden worden. Die Aufnahme des französischen Malers stammt aus dem Jahre 1906 und ist höchstwahrscheinlich das letzte Foto, welches den Künstlers zeigt. Zusammen mit ihrem Mann Karl Ernst Osthaus, damals Direktor des Folkwang-Museums in Hagen (heute das "Karl Ernst Osthaus Museum"), seines Zeichens Kunsthistoriker und Sammler, stattete Gertrud Osthaus Cézanne einen Besuch ab, in der Hoffnung auf den Erwerb eines Bildes. In diesem Rahmen, genauer am 13. April 1906 in Aix-en-Provence, entstand das Foto.

Die Ruhr-Universität Bochum meldet am 29. Juni 2005, dass der interdisziplinäre Master-Studiengang Gender Studies - Kultur, Kommunikation, Gesellschaft zum Wintersemester an der RUB anlaufe. Die Fächer Kunstgeschichte, Medienwissenschaften, Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft, Romanistik und Soziologie seien beteiligt. Der Studiengang kann im Zwei-Fach-Master studiert werden, pro Jahr gibt es 30 Plätze. Bewerbungen bis zum 15. Juli 2005, Zeugnissebrauchen erst zur Einschreibung vorliegen. Ein erfolgreich abgeschlossenes, mindestens sechssemestriges Studium in einem geistes- oder gesellschaftswissenschaftlichen Fach ist Zugangsvoraussetzung. Eine Informationsveranstaltung am 5. Juli 2005 (16.30 Uhr, GC 04/411) bietet weitere Hinweise für alle Interessierten.

Für seine Dissertation, entstanden an der Freien Universität Berlin, erhält der Kunsthistoriker Christian Welzbacher den Theodor-Fischer-Preis 2005. Dieser, mit 5.000 Euro dotiert, prämiert herausragende Forschungsarbeiten zur Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und wird vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München vergeben.

Welzbacher promovierte an der Freien Universität Berlin über "Die Staatsarchitektur der Weimarer Republik". Die wichtigsten Bauten, die im Auftrag verschiedener Institutionen des Deutschen Reiches während der Weimarer Republik errichtet worden sind, werden hier thematisiert. So z.B. die Reichsschuldenverwaltung in Berlin-Kreuzberg von German Bestelmeyer, die Erweiterung der Reichskanzlei durch Jobst Siedler, die frühen Planungen für ein Regierungsviertel im Berliner Spreebogen, die Planungen für den Neubau der Reichsbank mit Entwürfen von Mies van der Rohe und Walter Gropius sowie den Pavillons des Deutschen Reiches auf den großen internationalen Ausstellungen, beispielsweise den von Mies van der Rohe entworfenen Pavillon für Barcelona.

Wie der Mediendienst der Universität Münster mitteilt, verleiht die Evangelisch-Theologische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität am 15. Juli 2005 in Münster die Würde eines Doktors der Theologie ehrenhalber an den Kunsthistoriker Prof. Dr. Johann Michael Fritz (Heidelberg).

Ein Porträt des Barockschriftstellers Grimmelshausen, dem Autor des legendären Simplicissimus-Romans, welches durch Zufall auf einer Londoner Auktion entdeckt wurde, wird zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Dies geschieht im Rahmen der von der Grimmelshausen-Gesellschaft veranstalteten Tagung "Simplicissimus in Westfalen" am 23. Juni 2005 in Münster.