Für seine Dissertation, entstanden an der Freien Universität Berlin, erhält der Kunsthistoriker Christian Welzbacher den Theodor-Fischer-Preis 2005. Dieser, mit 5.000 Euro dotiert, prämiert herausragende Forschungsarbeiten zur Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und wird vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München vergeben.

Welzbacher promovierte an der Freien Universität Berlin über "Die Staatsarchitektur der Weimarer Republik". Die wichtigsten Bauten, die im Auftrag verschiedener Institutionen des Deutschen Reiches während der Weimarer Republik errichtet worden sind, werden hier thematisiert. So z.B. die Reichsschuldenverwaltung in Berlin-Kreuzberg von German Bestelmeyer, die Erweiterung der Reichskanzlei durch Jobst Siedler, die frühen Planungen für ein Regierungsviertel im Berliner Spreebogen, die Planungen für den Neubau der Reichsbank mit Entwürfen von Mies van der Rohe und Walter Gropius sowie den Pavillons des Deutschen Reiches auf den großen internationalen Ausstellungen, beispielsweise den von Mies van der Rohe entworfenen Pavillon für Barcelona.

Christian Welzbacher, 1970 in Offenbach am Main geboren, studierte, nach dem Abschluss einer Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten in Wiesbaden, Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte in Mainz, Glasgow, Amsterdam und an der Freien Universität Berlin. Seine Magisterarbeit handelte vom Kirchenbau der Moderne. Dann folgte 2004 die Promotion unter der Betreuung von Prof. Dr. Harold Hammer-Schenk und Prof. Dr. Christiane Salge. Welzbacher ist außerdem seit 1998 als freier Journalist tätig und schreibt u.a. für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Zeit" u.a..Mehrere Auszeichnungen hat er bereits erhalten, u.a. den Kritiker-Förderpreis der Bundesarchitektenkammer (2001) und ein Stipendium der Gerda-Henkel-Stiftung in Düsseldorf (2002-2004).

Mit dem Theodor-Fischer-Preis werden Forschungsarbeiten - Dissertationen, Magisterarbeiten oder abgeschlossene Publikationen - zur Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis besteht in einem dreimonatigen Forschungsstipendium am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Fachkommission. Der Name des Preises erinnert an den Architekten, Hochschullehrer und Münchener Stadtbaurat Theodor Fischer (1862-1938).


> Weitere Informationen:
Prof. Dr. Harold Hammer-Schenk

Kunsthistorisches Institut der Freien Universität Berlin

Tel.: 030 - 838-53816

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