Ein Porträt des Barockschriftstellers Grimmelshausen, dem Autor des legendären Simplicissimus-Romans, welches durch Zufall auf einer Londoner Auktion entdeckt wurde, wird zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Dies geschieht im Rahmen der von der Grimmelshausen-Gesellschaft veranstalteten Tagung "Simplicissimus in Westfalen" am 23. Juni 2005 in Münster.

 

Die überraschende Entdeckung des Bildes durch den ehemaligen Direktor des Stadtmuseums Münster, Hans Galen, ist um so bedeutender, als bis dato kein gesichertes Porträt des bedeutendsten deutschen Barockerzählers bekannt geworden ist.

Das Grimmelshausen-Bild, ein Ölgemälde aus dem Jahr 1641,  sowie die spannende Geschichte seiner Entdeckung wird Galen in einem öffentlichen Abendvortrag im Rahmen der Tagung «Simplicissimus in Westfalen» (23.-25. Juni) der Grimmelshausen- Gesellschaft in Münster vorstellen.

Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen (ca. 1622 – 1676) gilt als wichtigster deutscher Erzähler des 17. Jhs. Der von unmittelbarem eigenen Erleben inspirierte Schelmenroman "Simplicissimus" ist der erste deutsche Prosaroman von Weltgeltung.
Lange Zeit waren Leben und Persönlichkeit Grimmelshausens in Dunkel gehüllt und geben noch heute Forschern Rätsel auf. Der Grund: Grimmelshausen schrieb meist unter Pseudonymen und mischte persönliche Erlebnisse, Erfahrungen und Empfindungen mit romanhaft-fiktiven, phantastischen Elementen. So sind Angaben, die im Werk Grimmelshausens zu Rückschlüssen auf die Person des Autors animieren, kaum oder nur bedingt als Elemente zur Biographie Grimmelshausens tragbar.

Umso spannender die Enthüllung dieses Porträts als weiteres Puzzlestück für die Rekonstruktion des Lebens des Barockschriftstellers.


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>> Die Grimmelhausen-Gesellschaft e.V. stellt sich vor. Mit Informationen über die Vereinsaktivitäten und mit Materialien und aktuellen Informationen zu Grimmelshausen.