’Dadaismus’, von französisch ’dada’ = ’Spielzeugpferd’; abgeleiteter Begriff für eine literarisch-künstlerische Bewegung, welche, mit hintergründigem Humor, gegen den ’Wahnsinn der Zeit’, gegen Politik, Militarismus und die etablierte Kunst opponierte. 1916 nahm Dada seinen Anfang; im Cabaret Voltaire in Zürich – viele Künstler waren im 1. Weltkrieg hierhin emigriert - stellten u.a. Hans Arp, Max Ernst und Marcel Janco ihre Bilder aus.


Als Begründer der Bewegung gelten außerdem die Dichter Hugo Ball, Richard Huelsenbeck und Tristan Tzara. 1917 eröffnete dann die ’Galerie Dada’. Ball und Huelsenbeck wählten den klingenden Namen, spontan gegriffen aus einem deutsch-französischem Wörterbuch. Rückkehr zur unverbildeten Empfindungswelt der Kinder einerseits, Aufrütteln und Schockieren andererseits stand auf dem Dada-Programm: bourgeoise Kultur und Konventionen sollten lächerlich gemacht und durchbrochen, die ’Weltfremdheit’ der Kunst entlarvt sowie gegen die Verheerungen des Weltkrieges protestiert werden. Hierzu wurden vielfältige Mittel genutzt, Absurdes, Wertloses als Collagen/Montagen (z.B. Kurt Schwitters) arrangiert, unbearbeitete Objekte in neue Kontexte gestellt (siehe Marcel Duchamps ’Ready-mades’). Es wurden diese meist unverständlichen und daher schockierenden Verfahrensweisen genutzt, um ein absurdes Weltbild zu proklamieren, alte Werte und Vorstellungen aufzusprengen, zu hinterfragen …

>> Arp, Ernst, Heartfield, Höch , Baader, Grosz, Herzfelde, Raoul Hausmann( dieser auch Herausgeber der Zeitschrift ’Der Dadaismus’), Dix, Schlichter, Feininger, Duchamp, Picabia (dieser seit 1917 Herausgeber der amerikanischen Dada-Zeitschrift ’391’), Arensberg, Arnauld, Breton, Buffet, Cravan, Kandinsky, Mehring, Norton, M. Ray, Richter, Schwitters, Stella, Wood

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