| Impressionismus |
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’Impressionismus’, aus dem Französischen, ’impression’ = ’Eindruck’, der 'Sieg des Auges über den Verstand'.
Die Impressionisten benutzten kurze, starke Pinselstriche (komma-artig
= 'virgulisme'), skizzenhaft, um die 'Essenz' des Objektes
hervorzuheben, wurde diesem zuliebe absichtlich auf Detailgenauigkeit
verzichtet. Der Pinselduktus ist so deutlich sichtbar. Der oft
ausschnitthafte Charakter der Werke wendet sich vom Objekt als Ganzes
aufgefassten Darstellungsweisen hin zur Betonung der Wirkung des Lichts
auf ihm. Dieser spezielle Focus stützt zudem den flüchtigen, spontanen
Charakter der Bilder.
Farben werden nicht auf der Palette und auch nicht auf der Leinwand gemischt, sondern erst im Auge des Betrachters. Dieser 'Divisionismus' ermöglicht dem Betrachter ein wesentlich lebendigeres Kunsterlebnis. Gemalt wurde nass auf nass (= 'à-prima-Malerei'), was zu weicheren Kanten und interessanten Farbübergängen führte. Essentiell für die Künstler des Impressionismus war die Betonung neuer Aspekte der Wirkungsweise des natürlichen Lichts und seinen unterschiedlichen Qualitäten, vor allem der Lichtreflexionen und der Spektralfarben. So malten sie meistens 'pleinairistisch', d.h. unter freiem Himmel. Der Ursprung des Impressionismus liegt u.a. in der Einführung der Eisenbahn und dem Fahrterlebnis. Beim Blick aus dem Fenster des fahrenden Zuges verschwamm die Umwelt in Lichtpunkte - ein Effekt, den es einzufangen galt. >> Manet, Degas, Monet, Pissarro, Renoir, Sisley, Morisot, Liebermann, Corinth, Slevogt, Pechstein, Rohlfs
Claude Monet
'Impression, soleil levant'
1872
Öl auf Leinwand
48 x 63 cm
Musee Marmottan, Paris
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