’Manierismus’ - Kunstform der Spätrenaissance, in der zweiten Hälfte des 16. Jh. verbreitete sie sich, von Florenz ausgehend. Der Begriff Manierismus geht wohl auf Vasari (1511-1574) zurück, dieser charakterisierte den Spätstil Michelangelos mit ’maniera’ (= Manier). Andere Stimmen nennen L. Lanzi als Urheber des Begriffs, der in seiner 1795/96 erschienenen ’Storia pittorica d'Italia’ (’Geschichte der italienischen Malerei’) die italienische Malerei nach Raffael abwertend als ’maniera’ bezeichnete. Anfänge des Manierismus sind bei römischen und florentinischen Gemälden bereits um 1520 auszumachen – Merkmale: überdehnte Figuren und Räume, antiklassischeVerzerrungen, Asymmetrien, Bizarrerien und grellen Farben, exaltierte, übertriebene, ungewöhnliche, gezierte, geschraubt und gekünstelte Gestaltungsweise. Manieristische Figuren sind lang gestreckt, bewegt, herauszuheben ist die ’Figura serpentinata’ (nach Michelangelo = schraubenförmige Gestaltung von Figuren)...

>> El Greco, Bronzino, Correggio, Parmigianino, Pontormo und Tintoretto, Schule von Fontainebleau, Arcimboldo