| Goldgrund |
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Der 'Goldgrund', ein 'Hintergrund' aus Blattgold, wurde, unter Einfluss
byzantinischer Kunst, seit dem 4. Jh. n. Chr. verwendet. Er fand
Verwendung meist für Herrscherdarstellungen und sakrale Szenen in
Malerei, Reliefschnitzerei und Buchmalerei. Gold, als Sonnensymbol,
schien den wiedergegebenen bedeutenden Personen 'angemessener' als
übliche Fonds. Ein weiterer Aspekt ist die Klarheit der hinterfangenden
Figur in der Darstellung; die Gegenstände heben sich vorteilhaft vor
dem warmen Goldgrund ab, ohne dass das Auge des Betrachters durch einen
zu unruhigen Hintergrund irritiert oder abgelenkt würde. Populär in
ganz Europa seit dem Mittelalter, wurde der Goldgrund sowohl bei
sakralen, als auch bei profanen Werken eingesetzt. Es geschah auch,
dass der Grund durch rote oder blaue Ornamente gemustert oder gelüstert
(d.h. lasiert) wurde. Üblich war dieses Überziehen des Goldfonds mit
farbigen Lacken bei der Verwendung von Blattsilber (bzw. Zwischengold)
statt Blattgold. In der westlichen Kunst setzte sich gegen Ende des 15.
Jahrhundert der naturalistisch gestaltete Hintergrund vollständig
durch; bei der Ikonenmalerei wurde er beibehalten.
![]() Cimabue hat hier 14 Personen auf einem kostbaren Goldgrund versammelt: 8 Engel, zu beiden Seiten 4, vier Stifterfiguren und zentral Maria mit dem Jesuskind. Die Komposition ist symmetrisch aufgebaut.
Cenni di Pepo, ganannt Cimabue
'Thronende Maria mit Kind'
1272 - 1274
Malerei auf Holz
385 x 225 cm
Florenz, Galleria degli Uffizi Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898), Ins Museum bin zu später
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