Die 'Hell-Dunkel-Malerei' ist ein Mittel der Bildgestaltung, deren Effekt auf dem Kontrast von Hell und Dunkel gründet.
Den Wechsel von hell und dunkel für die Malerei fruchtbar zu machen, übernahm diese erst im 16. Jahrhundert, die diesen Effekt in der , oft mystisch anmutenden Graphik (Holzschnitt, Schrotblatt etc) auffand, in der das harte, abrupte Changieren von hellen und dunklen Partien meist unvermeidbar war. In der Barockzeit erlebte diese Art zu Malen ihre Blütezeit. Ausgelöst durch grelle Licht- und Schatteneffekte, werden früher scharfe Umrisslinien abgelöst durch stark kontrastierend ausgeführte helle und dunkle Kompositionselemente. Einige der bedeutendsten Vertreter und Vorbilder dieses Malstils waren Caravaggio, Rembrandt oder auch Goya. Die Technik des Hell-Dunkels wird oft auch mit dem italienischen Begriff 'Chiaroscuro' oder dem französischen Terminus 'Clair-obscur' bezeichnet. Ihre wohl extremste Ausprägung findet diese Malerei in der Anwendung von Schlaglichtern und Schlagschatten. Hebt man einzelne Partien mit Hilfe einzelner Licht- und Glanzpunkte hervor, spricht man von 'gehöht'.
Zu den extremsten Formen der Hell-Dunkel-Malerei zählt die Malerei mit Schlaglichtern und Schlagschatten. Beim Hervorheben kleiner Partien durch das Aufsetzen einzelner Licht- oder Glanzpunkte spricht man von 'gehöht'.

>> ChiaroscuroClairobscur


Image
Caravaggio setzt den Körper des David vor einen dunklen Fond, mit dem dieser fast verschmilzt, bzw. aus dem er auf geheimnisvolle Weise (aus diesem so betitelten 'Kellerlicht') hervortaucht. Dieses Spiel von Licht und Schatten nuanciert von gehöhten Partien mit Glanzlichtern bis zu grellen Schlaglichtern und Schlagschatten steigert die Dramatik und den eindringlichen Realismus des Bildes ungemein.

Caravaggio
'David und Goliath'
ca. 1601/02
Öl auf Leinwand
110 × 91 cm
Museo Nacional del Prado, Madrid