Unter 'Herz-Jesu-Bild' versteht man die Darstellung des blutenden Herzens Jesu, manchmal von Nägeln durchstochen, von Dornenkrone oder Glorie eingefasst. Seit den spätmittelalterlichen Holzschnitten wird es als Andachtsbild aufgefasst. Ursprünglich von den Kartäusern, später, im Nachmittelalter, meist von den Jesuiten auf Paramenten (d.h. auf den im Kirchenraum und in der Liturgie verwendeten Textilien) und Devotionalien (das meint auf Gegenständen der Frömmigkeit, wie Kreuzen, Rosenkränzen, Heiligenfiguren, Medaillen etc.) im Zuge der 'Herz-Jesu-Verehrung' dargestellt, wurde es als Symbol der göttlichen Liebe verstanden. Später dann wurde Christus selbst ganz- oder halbfigürig gezeigt, das Herz auf der Brust tragend; das Motiv taucht besonders auf den so genannten, in Gebetbücher eingelegten, 'Heiligenbildchen' des 18./19. Jahrhunderts auf.


>> Grundtext der 'Herz-Jesu-Verehrung' aus dem Evangelium ist Joh. 19,34; das von der Lanze des römischen Soldaten durchbohrte Herz Jesu, als Synonym für das erlösende Leiden, das durchbohrte Herz und als Quelle der Sakramente und der Kirche

>> Das 'Herz-Jesu-Fest': Jeweils am dritten Freitag nach Pfingsten; Papst Pius IX. führte es 1856 als Gedenktag für die ganze Kirche ein

>> 'Herz-Jesu-Freitag':  der erste Freitag jeden Monats


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Pompeo Batoni
'Sacro cuore di Jesù'
('Herz-Jesu')
ca. 1740
Altargemälde in der Kapelle Il Gesù in Rom, Nordseite
Foto: Il Gesù, Roma