Lüftlmalerei' ist die Bezeichnung  für die im alpenländischen Raum, in Oberbayern (besonders im Werdensfelder Land) und in Tirol, heimische volkstümliche illusionistische Fassadenmalerei, quasi eine volkstümliche Variante des Trompe-l'oeil.
Bunte Zierleisten, Friese, Fenster und Türen einrahmende Ranken, gemalte Landschaften und Figuren sind das Darstellungsspektrum dieser Malerei, die in Freskotechnik aufgetragen wird. Auf den frischen Kalkputz aufgetragen, dringt sie tief in den noch feuchten Mörtel ein, was der Malerei eine lange Haltbarkeit gewährt.

Es gibt unterschiedliche Varianten für die Herkunft des Begriffs. Vielleicht wurde sie 'Lüftlmalerei' genannt, da die Maler bei der Fassadenmalerei in luftiger Höhe an frischer Luft tätig waren. Eine andere Version nennt einen gewissen Josef oder Ignaz bzw. Korbinian Lüftl, der auf diese Art der Malerei spezialisiert gewesen sein soll, als Namensgeber. Die gängigste Erklärung ist der Rückbezug auf den Initiator der Lüftmalerei,  Franz Seraph Zwinck (1748-1792) aus Oberammergau, und auf dessen Heimathaus 'Zum Lüftl'.


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