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Beim 'Städtebau'  wird sich nicht direkt mit der Erstellung von Bauwerken beschäftigt, sondern mit Ensembles, Siedlungen oder öffentlichen Räumen. Städtebau ist damit der gestalterische Teil der Stadtplanung.

Die Gestalt der Stadt wird durch politische, soziale, wirtschaftliche und technische Bedingungen der jeweiligen Zeit bestimmt. Häufig kommt es dabei zur Beibehaltung und dadurch zur Überformung älterer Strukturen aus der Landschaft oder aus früheren Nutzung.
Die durch das rasante Stadtwachstum in der Industrialisierung entstandenen Vorstädte waren in den Augen der Zeitgenossen räumlich schematisch und monoton. Camillo Sitte, Vertreter des 'künstlerischen Städtebaus' kritisierte diesen Schematismus, es entwickelten sich in der Folge unterschiedliche Ansätze zu gestalterischen Bewältigung von Stadträumen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist dann die Disziplin des Städtebaus in verschiedenen technischen Universitäten zur Architekturausbildung hinzugefügt worden.